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  • Shatavari in den Wechseljahren – Pflanze aus der Ayurveda-Tradition

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    Frau in den Wechseljahren beim Training – Symbol für natürlichen Umgang mit hormonellen Veränderungen und Unterstützung von Energie, Balance und Wohlbefinden (z. B. durch Shatavari)Inhaltsverzeichnis

    Die Wechseljahre stellen eine natürliche Lebensphase dar, die mit verschiedenen hormonellen Veränderungen einhergeht. In diesem Zusammenhang wächst das Interesse an pflanzlichen Ansätzen, die traditionell in unterschiedlichen Medizinsystemen beschrieben werden.

    Shatavari (Asparagus racemosus) ist eine Pflanze aus der ayurvedischen Tradition, die dort seit Jahrhunderten verwendet wird und häufig im Zusammenhang mit dem weiblichen Körper genannt wird (Alok et al., 2013; Singh et al., 2023).

    Auch in der modernen Forschung wird Shatavari zunehmend untersucht. Dabei stehen insbesondere Inhaltsstoffe wie steroidale Saponine sowie mögliche Zusammenhänge mit hormonellen Prozessen und physiologischen Veränderungen im Fokus.

    Dieser Artikel gibt einen Überblick über die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren, die traditionelle Einordnung von Shatavari sowie die aktuelle Studienlage.

    Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren

    Die Wechseljahre (Menopause) sind durch eine schrittweise Veränderung der hormonellen Regulation gekennzeichnet. Insbesondere die Produktion von Östrogen und Progesteron nimmt im Laufe dieser Phase ab.

    Diese Veränderungen können mit unterschiedlichen physiologischen Anpassungsprozessen verbunden sein, die individuell unterschiedlich wahrgenommen werden. Dazu zählen unter anderem Veränderungen im Stoffwechsel, in der Körperzusammensetzung sowie in verschiedenen Regulationssystemen des Körpers.

    Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei der Menopause um einen komplexen biologischen Prozess, der durch ein Zusammenspiel endokriner, metabolischer und neurologischer Faktoren geprägt ist.

    In diesem Zusammenhang wird untersucht, ob bestimmte Pflanzenstoffe mit hormonähnlichen Eigenschaften oder antioxidativen Mechanismen in diesen Prozessen eine Rolle spielen könnten. Solche Zusammenhänge sind Gegenstand aktueller Forschung, jedoch noch nicht abschließend geklärt.

    Mehr zu Hormonen in den Wechseljahren erfahren Sie hier: Hormone Wechseljahre.

    Traditionelle Verwendung von Shatavari

    In der ayurvedischen Tradition wird Shatavari häufig im Zusammenhang mit verschiedenen Lebensphasen der Frau beschrieben, darunter auch die Zeit der Wechseljahre (Alok et al., 2013).

    Die Pflanze wird dort oft als „nährend“ und „ausgleichend“ eingeordnet. Diese Begriffe stammen aus einem traditionellen Medizinsystem und beziehen sich auf ein ganzheitliches Verständnis von Ernährung und Lebensstil.

    Im Ayurveda wird davon ausgegangen, dass bestimmte Pflanzen in Phasen körperlicher Veränderungen unterstützend eingesetzt werden können. Shatavari wird dabei häufig im Kontext von Balance und Anpassungsfähigkeit genannt (Singh et al., 2023).

    Aus moderner Perspektive ist wichtig, diese traditionellen Konzepte von wissenschaftlichen Aussagen zu unterscheiden. Die historische Anwendung liefert Hinweise auf mögliche Einsatzbereiche, ersetzt jedoch keine klinische Evidenz.

    Wenn Sie mehr über Shatavari erfahren möchten, lesen Sie unseren Beitrag Shatavari – Wirkung & Anwendung.

    Studien zu menopausalen Beschwerden

    Die wissenschaftliche Forschung zu Shatavari im Zusammenhang mit den Wechseljahren hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Während frühere Studien vor allem molekulare Mechanismen oder isolierte funktionelle Parameter untersuchten, liegen inzwischen mehrere randomisierte kontrollierte Studien vor, die klinische Endpunkte bei peri- und postmenopausalen Frauen analysieren.

    Eine frühere randomisierte kontrollierte Studie untersuchte die Wirkung von Shatavari bei postmenopausalen Frauen über mehrere Wochen und zeigte eine signifikante Verbesserung der Muskelkraft (Handgriffstärke) sowie Veränderungen in molekularen Markern, die mit Muskelkontraktilität und östrogenassoziierten Signalwegen in Verbindung stehen (O’Leary et al., 2021). Allerdings wurden in dieser Studie keine direkten Effekte auf typische menopausale Beschwerden untersucht.

    Neuere klinische Studien (2024–2025) erweitern diese Befunde deutlich. Randomisierte, placebokontrollierte Untersuchungen zeigen, dass standardisierte Shatavari-Extrakte über Zeiträume von etwa 8 Wochen zu einer signifikanten Reduktion menopausaler Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, psychischer Belastung und allgemeiner Symptomlast beitragen können. Darüber hinaus wurden in einzelnen Studien Veränderungen hormonbezogener Parameter (z. B. FSH, LH, Estradiol) sowie Verbesserungen der Lebensqualität berichtet. In kombinierten Interventionen (z. B. mit Ashwagandha) wurden teilweise stärkere Effekte beobachtet.

    Parallel dazu liefern präklinische Studien Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen. Insbesondere steroidale Saponine wie Shatavarin IV stehen im Fokus, da sie in experimentellen Modellen phytoöstrogenähnliche Eigenschaften zeigen und mit hormonellen Signalwegen interagieren können (Sharma et al., 2020). Auch antioxidative und entzündungsmodulierende Effekte werden diskutiert, basierend auf Labor- und Tierstudien (Singh et al., 2023).

    Trotz dieser Fortschritte weist die aktuelle Studienlage weiterhin Einschränkungen auf. Die vorhandenen klinischen Studien sind überwiegend von kurzer Dauer, umfassen relativ kleine Stichproben und wurden bislang nur begrenzt unabhängig repliziert. Zudem sind die Effekte nicht in allen untersuchten Parametern konsistent.

    Insgesamt lässt sich festhalten, dass Shatavari im Kontext menopausaler Beschwerden zunehmend durch klinische Studien untersucht wird und erste Hinweise auf positive Effekte vorliegen. Dennoch ist die Evidenz noch nicht ausreichend, um allgemeingültige Aussagen über Wirksamkeit und Langzeiteffekte zu treffen.

    Eine differenzierte Betrachtung der Daten bleibt daher entscheidend, um zwischen traditioneller Anwendung, präklinischer Plausibilität und klinisch gesicherter Evidenz zu unterscheiden.

    KERNAUSSAGE
    Neuere Studien zeigen, dass Shatavari menopausale Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafprobleme und Stress möglicherweise verbessern kann. Erste klinische Ergebnisse deuten auch auf Einflüsse auf hormonelle Prozesse hin. Gleichzeitig basiert ein Teil des Wissens weiterhin auf Laborstudien, und die bisherigen Studien am Menschen sind noch relativ kurz und klein. Daher gilt Shatavari als vielversprechend, aber noch nicht abschließend wissenschaftlich belegt.
    1. Sharma S, Tiwari S, Pandey R, et al. Efficacy and safety of Shatavari (Asparagus racemosus) root extract in perimenopausal women: a randomized controlled trial. Maturitas. 2025;186:45–53. DOI
    2. Jain N, Verma R, Singh B, et al. A standardized Asparagus racemosus root extract (CL22205) reduces perimenopausal symptoms: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Ethnopharmacol. 2024;318:116894. DOI
    3. Kulkarni P, Patil S, Deshmukh A, et al. Efficacy and safety of Shatavari root extract for the management of menopausal symptoms: a randomized controlled trial. Menopause. 2024;31(6):789–797. DOI
    4. Rao V, Kulkarni R, Joshi M, et al. Efficacy and safety of Shatavari root extract (Asparagus racemosus) for menopausal symptoms: a randomized, double-blind, three-arm study. Phytother Res. 2025;39(2):512–521. DOI
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    9. Singh N, Tiwari R, Tiwari G, et al. Adaptogenic property of Asparagus racemosus: future trends and prospects. Biomed Pharmacother. 2023;161:114492. DOI
    10. O’Leary MF, Jackman SR, Hamer HM, et al. Shatavari supplementation in postmenopausal women improves handgrip strength and increases vastus lateralis myosin regulatory light chain phosphorylation but does not alter markers of bone turnover. Nutrients. 2021;13(12):4282. DOI
    11. Sharma R, Jaitak V. Shatavari (Asparagus racemosus) targeting estrogen receptor α: a mechanistic study. Nat Prod Res. 2020;34(11):1571–1574. DOI
    12. Arora R, Sharma M, Shukla Y. Antioxidant activity of Asparagus racemosus roots. Pharmacognosy Res. 2011;3(4):242–246. DOI

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